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Fledermäuse auf VogelsangProjekt der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umweltgefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen |
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Hilfe für Fledermaus und Co. Was Sie beachten müssen: Bei Arbeiten an Gebäuden vor allem im Dach- und Kellerbereich ,sowie an Hauswänden, müssen Sie
damit rechnen, dass Fledermausquartiere betroffen sind. Bereits in der
Planungsphase, so früh wie möglich, sollte ein regionaler
Spezialist beteiligt werden. Je früher die Bedürfnisse der
Fledermäuse (oder anderer geschützter tierischer
Gebäudebewohner) abgeklärt werden können, desto geringer
ist der Aufwand, die Arbeiten im Einklang mit vorgeschriebenen
Schutzvorschriften durchzuführen. Wann können Arbeiten durchgeführt werden? Führen Sie die Arbeiten erst aus,
wenn die Tiere weggezogen sind (beachten sie die Sommerquartiers- bzw.
Winterquartiersschonzeiten). Holzbehandlung im Dachstuhl Schädliche Holzschutzmittel waren vor
Jahrzehnten die Haupttodesursache für viele
"Hausfledermäuse". Nachdem man festgestellt hat, dass auch Menschen an
diesen Mitteln erkrankten, wurden sie weitgehend vom Markt genommen. Chemische Holzbehandlung an Dachbalken oder -brettern dürfen bei Sommerquartieren erst nach dem Wegzug der Tiere aus dem Quartier (meist ab Oktober) durchgeführt werden und sollten zwei Monate vor deren Rückkehr (im Januar) abgeschlossen sein, damit für ein Ausdünsten etc. genügend Zeit bleibt.
Zugänge öffnen Vielfach sind heute große offene Dachböden u.a. in Kirchen wegen Haustauben mit Gittern verschlossen. Öffnen Sie diese Vergitterungen fledermausfreundlich. Dazu kann man vergitterte Turmschlitze mit einem Einflugschlitz versehen, der nur von Fledermäusen passiert werden kann (siehe Abbildung).
Fledermauseinschlupf an einem Turmfenster Bei Gitterabdeckungen im Traufbereich sind kleine etwa 10- 20 cm lange und 6-7 cm Breite (unterstes Mindestensmaß 2 cm breit) Öffnungen geeignet, damit die Fledermäuse einschlüpfen können. Eine breite von 8 cm sollte nicht überschritten werden, weil sich sonst auch Tauben hineinzwängen können.
Fledermausgerechte Öffnungen in den Gitterabdeckungen im Traufbereich Tonröhren in der
Giebelwand, die zur Belüftung des Dachbodens eingebaut sind,
können als Einschlupfröhren umgebaut werden, um Dachbodenflächen den Tieren zugänglich
zu machen. Gleiches kann mit kommerziellen Fledermaus-Einbausteinen (z.B. Firma Schwegler),
die ins Mauerwerk An der Dachverschalung entstehen immer kleine Spalten zur Mauer hin, hier können einzelne Öffnungen für Fledermäuse verbleiben. Verschließen Sie nicht jede Ritze an Ihrem Haus, sondern bieten Sie den Fledermäusen Spalten von 3 x 5 cm an. Bitte beachten Sie, dass der Einflug nicht über der Haustür oder einem Hausteil liegt, dass Sie oft benutzen. Die kleinen Tiere machen geringfügig Kot, der Sie an dieser Stelle stören könnte. Suchen Sie sich eine Stelle, wo der Kot ihren Garten düngt.
Einflugöffnung an einem sanierten Schlossturm Hinterlüftungsebenen sind
geeignete Fledermausquartiere. An gaubenförmigen
Lüftungsziegeln kann das Sieb bzw. Gitter in dem
Lüftungselement mit einem Steinbohrer oder einer Zange entfernt
und den Fledermäusen diese Ebene am Haus zugänglich gemacht
werden. Die entstehenden Öffnungen sind für Tauben zu klein,
für Fledermäuse ideal. Einen Teil des Dachbodens kann man abtrennen, um ihn für die Fledermäuse zu reservieren. Zwischenwände, die sich an die Dachschräge oder die senkrechte Firstwand anschmiegen reichen aus, da "Hausfledermäuse" oft Spaltenbewohner sind. Ein Zugang zum jährlichen Säubern im Winter ist sinnvoll. Unterhalb des Dachfirstes kann zwischen den Dachsparren ein Flachkasten aus unbehandeltem Massivholz angeschraubt werden.
Wandkasten für Fledermäuse in einer Flughalle in Nörvenich An der Fassade können Quartiere in Form von kommerziellen Fledermaussteinen (siehe Linksliste) eingemauert werden. Fledermausflachkästen oder selbstgebaute Fledermausbretter können ebenfalls Verwendung finden. Sie sollten vor Zerstörung sicher und von der Wetterseite abgewandt angebracht werden. Bei der Sanierung von Bruchstein- bzw. Ziegelmauerwerk sollten statisch unwichtige Spalten in kleinen Teilbereichen offen bleiben. Lassen Sie sich von einem Experten beraten.
Offen verputzer Torbogen in der Zitadelle Jülich, Kreis Düren Winterquartiere anbieten Als Winterquartiere sind kühle, feuchte und ungestörte Keller geeignet. Solche Kellergewölbe sollten eine Einflugöffnung von mindestens 3 cm x 5 cm besitzen und durch waagerechte Gitter vor unbefugtem Zutritt geschützt sein.Der Innenraum muss verschiedene Hangplätze anbieten. Fledermäuse nutzen dazu kleinste Rauheiten an Wänden und Decken. Ist die Decke zu glatt oder das Angebot sehr gering, kann man an geeigneten Stellen z.B. Hohlblocksteine aufhängen. Dies kommt auch dem Wunsch nach einem vor Feinden geschützten Schlafplatz den kleinen Versteckkünstlern sehr entgegen.
Fledermäuse bauen keine
Nester, sie nehmen das, was sie vorfinden. Sie beißen sich nicht
durch Isolierungen, sie nagen nicht an Holz, sie verrücken keine
Dachziegeln, kurz um sie verursachen keine Schäden am Haus. Bitte beachten ! Schleiereulen sollten nicht an bestehenden Fledermausquartieren angesiedelt werden und umgekehrt. Schleiereulen aber auf keinen Fall aus ihren Quartieren vertreiben. Es gibt Beispiele, bei denen Schleiereulen und Fledermäuse im gleichen Innenhof leben. Um dem Haustaubenproblem zu entgehen, vermeiden Sie Öffnungen mit einem Durchmesser von mehr als 8 cm freiem Durchflug und überdachte waagrechte Simse, die breiter als 8 cm sind. Vermeiden sie Beleuchtung am Einflug- bzw. Ausflug. Auch andere geschützte Tierarten können betroffen sein! Befinden sich Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der folgenden Tierarten im oder am Gebäude, sind diese zu berücksichtigen:
Fragen sie einen Spezialisten um Rat.In NRW erhalten Sie dazu auch Auskunft bei den Landschaftsbehörden der Kreise und Städte oder den Biologischen Stationen der Region.
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